TERRA NOVA – In Memoriam Otzenrath

RAGH im Stellwerk mit dem audiovisuellen Projekt 

„TERRA NOVA – In Memoriam Otzenrath“

Samstag, den 28.4.2018 / 20.00 Uhr / Stellwerk 71 / Bahnstr.71 / Grevenbroich

Ab Mai 2018 startet die ca. 70 min. audiovisuelle Performance in 10 Kapiteln „TERRA NOVA – In Memoriam Otzenrath“  von Frank Oehlmann mit der Musik von RAGH. 

Das Projekt behandelt den Rheinischen Braunkohle Tagebau und seine unmittelbaren Auswirkungen auf die Region. Riesige Braunkohle Kraftwerke und gigantische Löcher in der Landschaft, Dörfer, die abgerissen werden, um dem Tagebau zu weichen, ganz zu schweigen von der Zerstörrung der Natur, sind die unmittelbar erfahrbaren Folgen dieses Wirtschaftens. Die Auswirkungen der Kohleverstromung auf die Erwärmung des Erdklimas sind gravierend.

Von Anfang an ist das visuelle Moment ein wichtiger Aspekt in der Arbeit von RAGH . Neben dem freien, musikalischen Improvisieren ist es ein Anliegen des Projektes, dieses Prinzip auch auf Live Vertonungen von Stummfilmen/experimentellen Filmen zu beziehen. So entstanden seit 2006 zahlreiche musikalische Aufführungen zu Filmen von F.W. Murnau (Nosferatu, Faust und Phantom), Buster Keaton (The General, The Navigator, div. Kurzfilme), Jean Epstein (The Fall Of The House Of Usher) und Germain Dulac (Le Coquille et Le Glergymen). Parallel wurde eigenes Filmmaterial für die 3-Kanal-Videoinstallation „DAFT“ 2006 sowie für die Video-Musik-Performance „ENTR´ACTE“ 2016 produziert.

Auf Anregung von Ralph Hintzen, der 2006 den Abriss des Dorfes Otzenrath mit der Kamera dokumentierte, entstand die Idee, dieses Motiv zum Thema eines Film-und Musik Projektes zu machen. In der Performance ENTR´ACTE tauchten die Braunkohlekraftwerke Frimmersdorf, Neurath und Niederaußen, schon in zwei Sequenzen auf. Desweiteren werden Aufnahmen aus Otzenrath, Immerath, Immerath-Neu, Hambach, Garzweiler und Inden zu sehen sein.