34. KunstRaum-Projekt – Jiyu Live

Sonntag, 17. Februar 2019, 12 Uhr, KunstRaum Dorissa Lem
Geisselstr. 56 – Hinterhaus,  50823 Köln – Eintritt: 10 Euro
Matinee mit Frank Oehlmann zur Ausstellung „dark to light and heavy into white“

Der Musiker und Multimedia-Künstler Frank Oehlmann präsentiert seine Veröffentlichung Jiyu von
2018 (frankoehlmann.bandcamp.com) in einer Live Performance. In seinen neuesten
Kompositionen beschäftigt er sich mit Planetentönen und deren Obertonreihen. 1978 kam der
Schweizer Mathematiker Hans Cousto auf die Idee, das harmonikale Gesetz von
Frequenzverdoppelung bzw. Frequenzhalbierung (Oktavierung) auch über den Hörbereich hinaus
anzuwenden. So entstand die Möglichkeit, Planetenrotationen und Molekülschwingungen
oktavanaloge Töne und Rhythmen zuzuordnen. Hinzu kommen Binaurale Beats und Isochronic
Tones auf Basis des jeweiligen Grundtones, die bestimmte Gehirnwellen stimulieren können. So
lassen sich mit Alpha-, Theta- oder Deltawellen Zustände von tiefer Entspannung bis hin zu
meditativen Erfahrungen anregen. Dieses Material bildet die Grundlage, auf der sich
elektronische Tracks von Ambient Drones hin zu bewegten Pattern minimalistischer Musik
entwickeln. Die Musik wird in einem Livemix über eine 4 Kanal-Installation zu hören sein.
Foto: Jean Pascal Zahn

Frank Oehlmann on Bandcamp – Jiyu
Frank Oehlmann on Vimeo – Pick On The Clouds
Frank Oehlmann on Vimeo – For Today Still Undecided

 

TERRA NOVA – In Memoriam Otzenrath

15.02.2019 um 20:00, Kulturbunker Köln-Mülheim, Berliner Str. 20, 51063 Köln
Abendkasse: 10,-

TERRA NOVA – In Memoriam Otzenrath ist eine ca. 70 min. audiovisuelle Aufführung in
10 Kapiteln von Frank Oehlmann (Film) mit der Musik/Live-Vertonung von RAGH.

Der Film behandelt auf experimentell künstlerische Art den Rheinischen Braunkohle Tagebau und seine unmittelbaren Auswirkungen auf die Region. Riesige Kraftwerke und gigantische Löcher in der Landschaft, Dörfer, die abgerissen und umgesiedelt werden, um dem Tagebau zu weichen, ganz zu schweigen von der Zerstörung der Natur wie z. B. dem Hambacher Forst, sind die unmittelbar erfahrbaren Folgen dieses Wirtschaftens. Die Auswirkungen der Kohleverstromung auf die Erwärmung des Erdklimas sind gravierend.
Den verstörenden Aufnahmen der Zerstörung von ganzen Landstrichen werden bewusst Passagen von meditativen Naturaufnahmen entgegengesetzt. Der Film ist kein Dokumentarfilm im herkömmlichen Sinne. So wird auf O-Ton und Sprachkommentar generell verzichtet und die Musik kommentiert oder kontrastiert kontrapunktisch die Bilder auf einer weiteren Ebene.

Seit 2009 beschäftigt sich der Medienkünstler und Musiker Frank Oehlmann filmisch mit den Kraftwerken des rheinischen Braunkohlereviers. Auf Anregung von Ralph Hintzen, der schon 2006 den Abriss des Dorfes Otzenrath mit der Kamera dokumentiert, entsteht schon früh die Idee, dieses Material zur Grundlage eines längeren Filmes werden zu lassen. Für das Projekt TERRA NOVA wird dieses Material 2017/18 mit aktuellen Aufnahmen aus Immerath (Abriss der Wohnhäuser und der Kirche), Immerath-Neu, Hambach, Garzweiler und Inden erweitert.

Aktuelle Besetzung von RAGH:
Ralph Hintzen – Guitar + Electronics, Mirko Kohlmann – Cello, Frank Oehlmann – Electronics + Percussion
Film- und Musikausschnitte: frankoehlmann.com/ragh

Jiyū

Frank Oehlmann – Jiyū
all music composed, programmed and mixed by Frank Oehlmann, artwork – Frank Oehlmann 2018
tags: minimal-music, experimental electronic, ambient, cologne
https://frankoehlmann.bandcamp.com/album/jiy

Videos zu Pick On The Clouds und For Today Sill Undecided

Pick On The Clouds

Video zu Pick On The Clouds von dem Album Jiyu von Frank Oehlmann

Klangfarbenmusik auf dem Ton der Venus (A 442,46 Hz und seinen Obertönen) und der damit resonierenden Geschwindigkeit von 103,7 bpm.
Die in dem Stück vorhandenen Binauralen Beats (Theta Wellen) sind am besten mit Kopfhörer wahrnehmbar!

TERRA NOVA – In Memoriam Otzenrath

RAGH im Stellwerk mit dem audiovisuellen Projekt 

„TERRA NOVA – In Memoriam Otzenrath“

Samstag, den 28.4.2018 / 20.00 Uhr / Stellwerk 71 / Bahnstr.71 / Grevenbroich

Ab Mai 2018 startet die ca. 70 min. audiovisuelle Performance in 10 Kapiteln „TERRA NOVA – In Memoriam Otzenrath“  von Frank Oehlmann mit der Musik von RAGH. 

Das Projekt behandelt den Rheinischen Braunkohle Tagebau und seine unmittelbaren Auswirkungen auf die Region. Riesige Braunkohle Kraftwerke und gigantische Löcher in der Landschaft, Dörfer, die abgerissen werden, um dem Tagebau zu weichen, ganz zu schweigen von der Zerstörrung der Natur, sind die unmittelbar erfahrbaren Folgen dieses Wirtschaftens. Die Auswirkungen der Kohleverstromung auf die Erwärmung des Erdklimas sind gravierend.

Von Anfang an ist das visuelle Moment ein wichtiger Aspekt in der Arbeit von RAGH . Neben dem freien, musikalischen Improvisieren ist es ein Anliegen des Projektes, dieses Prinzip auch auf Live Vertonungen von Stummfilmen/experimentellen Filmen zu beziehen. So entstanden seit 2006 zahlreiche musikalische Aufführungen zu Filmen von F.W. Murnau (Nosferatu, Faust und Phantom), Buster Keaton (The General, The Navigator, div. Kurzfilme), Jean Epstein (The Fall Of The House Of Usher) und Germain Dulac (Le Coquille et Le Glergymen). Parallel wurde eigenes Filmmaterial für die 3-Kanal-Videoinstallation „DAFT“ 2006 sowie für die Video-Musik-Performance „ENTR´ACTE“ 2016 produziert.

Auf Anregung von Ralph Hintzen, der 2006 den Abriss des Dorfes Otzenrath mit der Kamera dokumentierte, entstand die Idee, dieses Motiv zum Thema eines Film-und Musik Projektes zu machen. In der Performance ENTR´ACTE tauchten die Braunkohlekraftwerke Frimmersdorf, Neurath und Niederaußen, schon in zwei Sequenzen auf. Desweiteren werden Aufnahmen aus Otzenrath, Immerath, Immerath-Neu, Hambach, Garzweiler und Inden zu sehen sein.